Napster

Napster ist eine Musiktauschbörse, die 1998 von Shawn Fanning programmiert wurde. Sie sollte dem Zwecke dienen, leichter MP3-Musikdateien über das Internet austauschen zu können.

NAT

Network Address Translation - Umsetzung von mehreren IP-Adressen auf eine Andere - kommt in der Regel auf einem Router zwischen einem LAN und dem Internet zum Einsatz. Dadurch "verbraucht" das ganze lokale Netzwerk (LAN) nur eine einzige IP nach aussen (hin zum Internet) - die einzelnen Rechner im internen Netz sind deshalb für alle Rechner ausserhalb des LANs, sprich, das Internet, "unsichtbar". Der Router regelt dabei durch Umschreiben der Datenpaketheader den ganzen Verkehr - bietet zusätzlich eine Sicherheitsfunktion: für einen potentiellen Angreifer wird es schwieriger in das interne Netz zu gelangen, da der Zielrechner (respektive dessen IP-Adresse) unbekannt ist, bzw. nur Pakete in das interne Netz gelangen, die auch von dort angefordert wurden.

NCP

Network Controll Protocol - das erste Verbindungsprotokoll des ARPANET, Vorläufer des heutigen TCP/IP.

NCSA

National Center for Supercomputing Applications - US-amerikanische Einrichtung für Hochleistungscomputer, hier entstand 1992 der erste Web-Browser "Mosaic" und ein früher WWW-Server, der NCSA HTTP-d.

NDA

NonDisclosure Agreement - Vertraulichkeitsvereinbarung - macht ein Unternehmen Angestellten oder Externen (Kunden, Partnern) sensitive Information zugänglich, verpflichtet es sie mit einem NDA zu Nichtweitergabe.

Netiquette

Konventionen für einen höflichen Umgang im Netz, vor allem auf Newsgroups und Mailinglisten. Der "Knigge" des Netzes ist Virginia Shea, die sich seit Mitte der 80er-Jahre um das zivilisierte Benehmen der Netizens - der Bewohner des Netzes - verdient gemacht und ihr Lebenswerk in einem gleichnamigen Buch niedergelegt hat. Meint heute nahe liegende, aber leider nicht selbstverständliche Grundregeln wie: Du sollst nicht spammen, Du sollst dringende Aufrufe über Viren oder krebsleidende Kinder nicht unüberprüft weiterversenden, Du sollst nicht betrunken posten usw.

Netscape

Netscape Navigator ist ein Webbrowser, der von der Firma Netscape Communications Corporation entwickelt wurde. Der heutige Besitzer und Inhaber der Marke "Netscape" ist AOL.

Newsgroups

elektronische "schwarze Bretter" auf denen buchstäblich über Gott und die Welt diskutiert wird. 1979 von Steve Bellovin entwickeltes verteiltes Client-Server-System. N. können moderiert oder unmoderiert sein und ihre Postings an eine parallele Mailingliste weiterschicken oder von dort bekommen. Zusammen werden die N. oder NetNews als "Usenet" bezeichnet.

NIC

(1) Network Information Center - nationale Organisation zur Koordinierung der Domain-Vergabe und Standort der DNS-Rootserver - in Deutschland das DeNIC (www.denic.de) - (2) Network Interface Card, Netzwerkkarte.

Node

wörtlich: Knoten - ein Punkt in einem Netzwerk, z.B. ein Netzwerkcomputer bzw. dessen Netzwerkkarte. Bei Funknetzwerken wird damit häufig ein Access Point bezeichnet.

NSA

National Security Agency - Auslandsgeheimdienst der USA, bis vor wenigen Jahren so geheim, dass schon allein seine Existenz offiziell "weder bestätigt noch geleugnet" wurde.

NSF

National Science Foundation - die zivile Forschungsförderungsbehörde der USA (vgl. DARPA).

NSFnet

Hochgeschwindigkeitsnetzwerk der NSF für die US-amerikanische Wissenschaftswelt, besonders zur entfernten Nutzung von Supercomputern. 1986 in Betrieb genommen, wurde es 1995 eingestellt, da zu dem Zeitpunkt die kommerzielle Backbone-Infrastruktur seine Aufgabe übernehmen konnte.

Objektcode

s. Excecutable

OEM

Original Equipment Manufacturer - Firma, die Hard- oder Software anderer Firmen zusammenstellt und unter eigenem Label verkauft. Im Gegensatz zum Value Added Reseller (VAR) braucht der OEM nichts als seinen Namen hinzuzufügen. OEM-Versionen von Software wird von einem Hardwarehersteller zusammen mit seinem Computer, Drucker oder Scanner ausgeliefert.

Open Source

Der Ausdruck Open Source bzw. Quelloffenheit wird meist auf Computer-Software angewendet und meint im Sinne der Open-Source-Definition, dass es jedem ermöglicht wird, Einblick in den Quelltext eines Programms zu haben. Außerdem ist es erlaubt, diesen Quellcode beliebig weiterzugeben oder zu verändern.

Opera

Opera ist ein für Windows, Mac OS, Unix-Derivate und BeOS kostenlos erhältliches Programm des norwegischen Unternehmens Opera Software ASA, das Webbrowser, E-Mail-Programm und weitere Werkzeuge vereint. Ebenso ist das Programm für mobile Geräte wie Handhelds und PDAs verfügbar.

Oracle

Oracle Corporation ist einer der größten Softwarehersteller weltweit mit Hauptsitz in Redwood Shores (Silicon Valley, Kalifornien). Bekanntestes und erfolgreichstes Produkt des Unternehmens ist das Datenbankmanagementsystem Oracle Database, welches üblicherweise mit dem Namen Oracle in Verbindung gebracht wird.

OSD

Open Source Definition - Versuch der OSI (2), freie Software unter Vermeidung des Begriffs "frei" neu zu definieren - abgeleitet von den Debian Free Software Guidelines. OSD-konforme Lizenzen werden von der OSI (2) zertifiziert.

OSI

(1) Open Systems Interconnection - ein ab 1982 von der ISO entwickelter verbindungsorientierter Internetzwerkstandard, der an die Stelle von TCP/IP treten sollte, heute jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten ist. (2) Open Source Initiative, im Februar 1998 von Eric Raymond, Bruce Perens u.a. mit dem Ziel gegründete Vereinigung, freie Software unter Vermeidung des Begriffs "frei" neu zu definieren und OSD-konforme Lizenzen zu zertifizieren.

Outlook

Outlook (für Windows) und Entourage (für Mac OS) sind verbreitete Personal Information Manager der Firma Microsoft. Die Windows-Version heißt Outlook, die Macintosh-Version dagegen Entourage. Vom Funktionsumfang her sind beide Produkte ähnlich.

Outlook Express

Outlook Express ist ein Mail-Client und Newsreader von Microsoft, der dem Betriebssystem Windows in den aktuellen Versionen beiliegt und deshalb auch von vielen Anwendern eingesetzt wird. Trotz der Namensähnlichkeit ist das mit dem Internet Explorer zusammenhängende Programm ein von der Groupware Outlook unabhängiges Programm.

P2P

peer-to-peer - bestimmte Netzwerkarchitektur bzw. Funktionsweise, die im Gegensatz zum klassischen Client/Server Modell keinen eigentlichen "Server" (Anbieter) und "Client" (Nutzer) kennt, sondern nur gleichberechtigte Nutzer, sogenannte "Peers", die untereinander vernetzt sind.


Patch

ein Code-Flicken, mit dem sich ein Loch oder ein Fehler (Bug-Fix) vorübergehend ausbessern lässt. Statt darauf zu warten, dass eine vollständige verbesserte Version des jeweiligen Programmes erscheint, fügt man den P. in den Quellcode ein, kompiliert ihn neu und hat die entsprechende Funktionalität zur Verfügung. Im besten Fall wird der Anlass für den P. in der nächsten vollen Release sauber behoben, im schlimmsten folgen weitere P's, die unerwartete Nebenwirkungen des ersten P. beseitigen. Dann spricht man davon, dass "Narbengewebe" wächst.

PCMCIA

PC Memory Card International Association - Standard-Schnittstelle bzw. ein Einsteckfach (Slot) zumeist an Notebooks (Laptops), die den Anschluss externer Geräte erlaubt, z.B. für WLAN-Netzwerkkarten, Modems, einsteckbare Festplatten etc. - auch als "PC-Card"-Slot bezeichnet.

PDF

Portable Document Format - von Adobe entwickeltes, zwischen verschiedenen Plattformen austauschbares und heute weit verbreitetes Format für gestaltete Textdokumente.

.psd

Photoshop Document (PSD) ist eines der proprietären Dateiformate von Adobe Photoshop. Andere wichtige Dateiformate sind PSB (Photoshop Big) für große Dateien und auch PDF (Mac) bzw. PDP (Windows), die vor allem zum Austausch mit InDesign Verwendung finden.

Peer-to-Peer

vgl.: P2P

Perl

Perl ist eine freie, plattformunabhängige und interpretierte Programmiersprache. Der Linguist Larry Wall entwarf sie 1987 als Synthese aus C, den UNIX-Befehlen und anderen Einflüssen. Ursprünglich als Werkzeug zur System- und Netzwerkadministration vorgesehen. Hauptziele sind eine schnelle Problemlösung und größtmögliche Freiheit für Programmierer.

PGP

Pretty Good Privacy - ein asymmetrisches (Public/Private Key) Verschlüsselungsverfahren für E-Mails und andere Dateien, 1991 von Philip Zimmerman freigegeben.

PHP

Personal Home Page construction kit - eine server-seitige, plattformübergreifende in HTML eingebettete Skriptsprache für die Generierung von dynamischen Webseiten - ein Projekt der Apache Software Foundation.

PIM

Protocol Independent Multicast (PIM) ist ein Verfahren in der Netzwerktechnik, das dynamisches Routing von Multicast-Paketen im Internet ermöglicht. Anders als traditionelle Verfahren wie DVMRP oder MOSPF ist PIM auch bei stark verstreuten Teilnehmern bzw. Multicast-Gruppen und bei extrem heterogener Netz-Infrastruktur noch leistungsfähig. Aus diesem Grund ist PIM vermutlich das einzige noch verwendete Multicast-Routingverfahren.

Plugin

externes Programm, das einem Basissystem neue Funktionen hinzufügt - viele Programme wie Browser, Web-Server oder Grafikprogramme bieten Schnittstellen, an denen P. der Hersteller oder Dritter ansetzen können, um sie zu erweitern. Beim Websurfen stößt man alle Nase lang auf neue Dienste, und der Browser fragt, ob man das benötigte P. jetzt herunterladen möchte.

Podcasting

Podcasting bezeichnet das Produzieren und Anbieten von Mediendateien in einem Newsfeed (meistens RSS) über das Internet. Der Begriff setzt sich aus den beiden Wörtern iPod und Broadcasting zusammen. Ein einzelner Podcast (der Podcast, die Podcasts) ist somit eine Serie von Medienbeiträgen (Episoden), die meistens in Form von Audio oder Video vorliegen.

Port

Schnittstelle eines Servers für einen bestimmten Dienst, repräsentiert durch eine PortNummer. So verbirgt sich z.B. hinter Port 80 ein Server, der http-Anfragen (WWW) bedient, und hinter Port 25 ein Server, der Mail entgegen nimmt. P.Nummern werden von der ICANN weltweit einheitlich zugewiesen. Sinnbildlich ist ein P. wie eine Steckdose, die auf den passenden Stecker wartet.

Portierung

Übersetzung eines Programmes auf eine andere Rechnerplattform

PostNuke

PostNuke ist ein in PHP entwickeltes Content-Management-System. Mit PostNuke werden Inhalte von Design und Technik getrennt und die Inhalte einer Internetpräsenz können einfach via Browser verwaltet werden.

POP3

POP3 (Post Office Version 3) ist ein Übertragungsprotokoll, über welches ein Client E-Mails von einem E-Mail-Server abholen kann. POP3 ist ein ASCII-Protokoll, wobei die Steuerung der Datenübertragung durch Kommandos geschieht, die standardmäßig an den Port110 geschickt werden.

Proprietäre Software

Proprietär beschreibt den Zustand, bei dem ein Individuum oder eine Firma die exklusiven Rechte an einer Software hält und anderen gleichzeitig Zugang zum Quelltext, das Recht die Software zu kopieren, verändern, weiterzugeben oder zu studieren verbietet.

Proxy-Server

"Stellvertreter Server" - ein http-Proxy-Server in einem lokalen Netz speichert beispielsweise die angefragten Webseiten zwischen. Fordert der nächste Nutzer eine solche Seite an, bekommt er sie nicht vom entfernten Server, sondern sehr viel schneller vom lokalen Stellvertreter. In Verbindung mit einer Firewall kann ein Proxy-Server dazu dienen, von abgeschirmten Rechnern aus Webseiten aufzurufen, ohne sich ungebetene Gäste ins Haus zu holen.

Public Domain

im angloamerikanischen Copyright-Recht: gemeinfreies Wissen - Werke ohne Eigentümer. Häufig unspezifisch für öffentliches Wissen im Gegensatz zu Wissen im Privatbesitz verwendet

Public/Private-Key-Verfahren

asymmetrischer Kryptografiealgorithmus, zuerst 1976 von Whitfield Diffie und Martin E. Hellman veröffentlicht; löst das Urproblem der symmetrischen Kryptografie: da derselbe Schlüssel für Ver- und Entschlüsselung verwendet wird, muss der Absender einer verschlüsselten Nachricht dem Empfänger auch den Schlüssel zukommen lassen. Den kann er aber nicht über denselben Kanal schicken wie die Botschaft, da er dem Kanal nicht traut, sonst würde er ja nicht verschlüsseln. Beim P.V. erzeugt jeder Teilnehmer ein Schlüsselpaar aus einem geheimen und einem öffentlichen Schlüssel, die mathematisch miteinander verbunden sind, ohne dass man den geheimen aus dem öffentlichen Schlüssel errechnen könnte. Der öffentliche Schlüssel wird auf einem öffentlich zugänglichen Key-Server abgelegt. Dort holt sich der Absender den öffentlichen Schlüssel des Empfängers und verschlüsselt damit seine Nachricht, die jetzt nur der Empfänger mit seinem privaten Schlüssel wieder entschlüsseln kann. Neben der Verhinderung unliebsamer Mitleser kann das P.V. auch für die Authentifizierung von digitalen Dokumenten, also einen Echtheitsnachweis, verwendet werden. Dabei signiert man ein Dokument mit dem eigenen privaten Schlüssel. Die Echtheit der Signatur kann mit Hilfe des passenden öffentlich verfügbaren Schlüssels überprüft werden.

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